Category Archive: Theorie

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Warum Emanzipation? 4/4 Widersprüche und Einwände

Es gibt eine Reihe von ernst zunehmenden Einwänden gegen Emanzipation als linken Leitbegriff. Manche davon lassen sich entkräften. Andere erfordern eine Neuaneignung, eine gezielte Aufarbeitung von Fehlern der Linken, die sich auch mit diesem Begriff verbinden.

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Warum Emanzipation? 3/4 Herrschaft

Umfassende Emanzipation erfordert eine ebenso umfassende Herrschaftskritik. Die Kritik und Analyse von Herrschaftsstrukturen geht dabei vom Großen bis ins Kleine, und hat Konsequenzen auch für das zwischenmenschliche und persönliche Leben.

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Warum Emanzipation? 2/4 Gegensätze

Emanzipation verbindet Aspekte linker Politik, die nicht immer leicht zusammen gehen wollen: Utopie und politische Praxis, aktive und passive Befreiung, sowie individuelle und kollektive Ansätze.

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Warum Emanzipation? 1/4

Emanzipation hat Geschichte: Der Begriff wurde von Befreiungsbewegungen übernommen, verändert und erweitert. Insbesondere der Feminismus hat ihn in einer Weise beeinflusst, die ihn für die heutige Linke besonders wertvoll macht.

Jul 21

Macht und Herrschaft: Politik in der Zweiten Moderne

Dieser Theorieteil aus Oliver Schwedes Buch „Räumliche Mobilität in der zweiten Moderne: Freiheit und Zwang bei Standortwahl und Verkehrsverhalten (2013)“ bringt eine herrschaftskritische Sozialtheorie sehr griffig auf den Punkt – und zwar als Grundlage für die Analyse empirischer Forschungsergebnisse. Unglaublich prägnant kritisiert er die Machtblindheit der Sozialtheorien etablierter Politik und Politikwissenschaft (Zweite Moderne, Governance). Schwedes nutzt aber letztlich deren Zeitdiagnose und verbindet sie mit kritischer Sozialtheorie (Theorie des integralen Staates). Sein (Macht-) Analyserahmen ist zwar nicht ausführlich erläutert, aber dafür eben kurz und verständlich – und sozialtheoretisch auf dem neuesten Stand. Zugleich zielt seine Analyse auf klare Ergebnisse für die politische Handlungsfähigkeit kritischer Aktuer_innen. Hut ab.

Politik in der Zweiten Moderne

Dec 07

Macht und Herrschaft: Eine realistische Analyse

Hartwig Schucks umfangreiche Diskussion der neueren anglo-amerikanischen Machttheorien hat nicht ganz das übliche kompakte Format der Texte auf Crill.me, bietet aber ein seltenen und längst überfälligen Einblick in wichtige englischsprachige Debatten – Wichtig vor allem für die (Weiter-) Entwicklung einer herrschaftskritischen Perspektive. Der Text führt u.a. ein in die Kritik des behaviouristischen Machtverständnisses, in die Unterscheidung von “Handlungsmacht” und “Macht über Andere”, und kritisiert diese im Kontext sozialer Wirklichkeit. Darüber hinaus bietet der Text analytisch präzise Anknüpfungspunkte für politische Strategiebildung.

Macht und Herrschaft PDF

Der Text ist erschienen erschienen in: I. Elbe/S. Ellmers/ J. Eufinger (Hg.): Anonyme Herrschaft. Zur Struktur moderner Machtverhältnisse. Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2012
Website der Herausgeber

Feb 20

Wirtschaftsdemokratie, Rätedemokratie und freie Kooperationen

In diesem Artikel für Labournet.de versucht Alex Demirovic das Thema der Demokratisierung der Ökonomie aus heutiger Perspektive wieder zu beleben. Mit historischen Hintergünden und aktuellen Bezügen erläutert Demirovic staats- und wirtschaftstheoretische Grundfragen – ein wichtiges und folgenreiches Plädoyer.

Wirtschaftsdemokratie, Rätedemokratie und freie Kooperationen (pdf)

Feb 20

Ökologie und Menschenrechte

Brandt und Wissen beleuchten hier die alte und neue ökologische Krise aus sozialkritischer Perspektive. Im Zentrum steht dabei die Herausarbeitung einer diskurs-orientierten Strategie für mehr Verteilungsgerechtigkeit – mit Blick auf knapper werdende Ressourcen und Umweltverschmutzung. Dazu begeben sich die Autoren auf die Suche nach einer bildungspolitischen Agenda auf Grundlage eines materialistischen Menschenrechtsbegriffs.

Gesellschaftliche
Naturverhältnisse und materialistische Menschenrechtspolitik
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Feb 20

Situierter Universalismus gegen Rassismus und Eurozentrismus

Ein Text der Berliner Gruppe SPuK (Subversive Philosophie und Kommunismus). Der Text versteht sich als Einwurf in gewisse unsägliche Debatten der 1990er und 2000er Jahre. Die oftmals stark polarisierten Auseinandersetzungen erschöpften sich oft in einem unproduktiven Gegeneinander zwischen kulturrelativistischen und eurozentrischen Positionen (“Post-Modern vs. Anti-Deutsch”). SPuK setzen mit ihrem Plädoyer für einen „Situierten Universalismus“ den oft undifferenzierten Positionen einen reflektierten und auch auf eine antiherrschaftlcihe Praxis bezogenen Versuch des Umgangs mit gesellschaftlichen Widersprüchen entgegen.

Situierter Universalismus (pdf)

Feb 08

Postfeministische Verwicklungen

Jette Hausotter diskutiert die Widersprüche des neuen deutschen Postfeminismus. Einerseits wirft sie diesem vor, die neoliberale Umgestaltung der Gesellschaft zu unterstützen: Popkultur, die das Alltagsverständnis prägt, bietet jungen Frauen Teilhabe an der Konsumkultur um den Preis politischer Kritik. Andererseits müssen queerfeministische kapitalismuskritische Interventionen diese Entwicklungen als Interessenartikulation in veränderten Produktionsverhältnissen ernst nehmen und nach Anknüpfungspunkten für die queerfeministische Praxis suchen.

Zwischen Emanzipation und Einpassung: postfeministische Verwicklungen in Politik und Popkultur (html)

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